Unsere Argumente gegen den Verkauf eines Teils der Festwiese

Lebendige Ortsmitte
1. Lebendige Ortsmitte bewahren statt zu schwächen
Ein Lebensmittelmarkt ist mehr als nur Einkaufen - er ist ein zentraler Treffpunkt unserer Dorfgemeinschaft im Alltag. Hier werden Kontakte auf ganz unkomplizierte Art gepflegt. Durch die sehr gute Erreichbarkeit per Fuß und Rad, die Integration in den Siedlungszusammenhang und die Barrierefreiheit im Umfeld, ist er für Familien, Schüler und Schülerinnen, Kinder, Menschen ohne Auto, Ältere und Menschen mit Bewegungsbeeinträchtigung eine gefragte Adresse. Verließe der Markt das Ortszentrum, würde die Dorfmitte in der Folge spürbar an Attraktivität und Lebendigkeit einbüßen.
Auch das seit 2011 laufende Sanierungsprogramm „Ortsmitte“ (voraussichtlich bis April 2028) unterstreicht die Bedeutung eines attraktiven und lebendigen Ortszentrums. Mit verschiedenen Maßnahmen verfolgt die Gemeinde das Ziel, die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Stegener Ortsmitte nachhaltig zu verbessern.
2. Leerstände vermeiden
Für den jetzigen Standort ist ein qualitativ ebenbürtiger Ersatz nicht in Sicht. Eine Schwächung im Ortskern ist jetzt schon erkennbar: geschlossene Geldinstitute, reduzierte Öffnungszeiten der Postfiliale, Bedeutungsverlust des Ökumenischen Zentrums. Auch Drogeriemärkte konnten sich nicht halten. Der neue Lebensmittelmarkt soll einen erweiterten Café- und Bäckereibereich erhalten und tritt damit in verstärkte Konkurrenz zu unseren beiden bestehenden Cafés im Zentrum. Eine aus Leerständen drohende Abwärtsspirale mit Verödung der Ortsmitte ist ein realistisches Szenario. Wir möchten das Gegenteil: Unser Dorfmittelpunkt soll ein Ort des Lebens sein!
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